Alexander der Große - Image eines Herrschers
Bilder - Mythen - Wirklichkeit
Kraft seines Charismas vermochte Alexander zehntausende Soldaten für einen Feldzug von Griechenland bis an die Grenzen Indiens zu gewinnen – und im Handumdrehen ein ganzes Weltreich zu erobern. Dabei strebte er danach, es den mythischen Helden gleichzutun – in ihren Taten wie ihrem Auftreten.
Alexander hat die antike Welt wie kein anderer verändert. Vor ihm hatten die Völker des "Westens" und des "Ostens", des östlichen Mittelmeerraums und Mesopotamiens, in einer spannungsvollen, aber ausgeglichenen Balance miteinander gelebt. Die Perser beherrschten den gesamten Vorderen Orient, ließen aber die alten Kulturen der Babylonier, des pharaonischen Ägyptens, der Phönizier an der Levante bis hin zu den Phrygern und Lydern im westlichen Kleinasien in ihren Traditionen bestehen. In Griechenland wiederum hatte sich die kleinteilige Welt der autonomen Stadtstaaten zu immer größerer politischer und kultureller Vielfalt entwickelt. Alexander hat alldem mit einem Schlag ein Ende gemacht


Tonio Hölscher war bis 2009 Professor für Klassische Archäologie an der Universität Heidelberg. Er forscht unter anderem über die Bedeutung der Skulptur in der Antike.
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